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Wissenswertes
über Hamster |
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Alle
heute weltweit gehaltenen Goldhamster stammen von einem Muttertier
ab, das mitsamt seinen 12 Jungen 1930 von einem Zoologen in
der syrischen Wüste gefangen wurde. Viele Jahre dienten
die leicht zu vermehrenden Goldhamster lediglich als Versuchstiere,
ehe sie etwa um 1950 als liebenswerte Heimtiere entdeckt wurden.
Ob es wirklich keinerlei Blutauffrischung durch spätere
Wildfänge gegeben hat, vermag niemand zu beweisen. Wegen
der Inzucht traten als erste Farbabweichungen von der Naturfärbung
ab etwa 1950 einzelne Scheckungen auf. Die Wildart hat ein sehr
begrenztes Verbreitungsgebiet: Außer in Syrien kommen
die Ahnen unserer Heim-Goldhamster noch an einigen Standorten
in der südlichen Türkei vor.
Goldhamster
markieren ihr Revier mit einem Exkret, das für Menschen
überhaupt nicht wahrnehmbar ist. Es wird aus den fast schwarzen,
punktförmigen Flankendrüsen abgesondert, diese kleinen
"Knubbel", umgeben von dunklen Haaren, sind also völlig
normal und nicht etwa krankhafte Hautveränderungen.
Zum Graben
sind die Vorderbeine des Goldhamsters kräftiger ausgebildet
als die Hinterbeine.
Hamster
sind dämmerungsaktive, am Boden lebende Tiere, die in Steppen
und Halbwüsten ihre Gänge bis zu 2,50m tief eingraben.
Durch die Tiefe des Baus können sie auch gravierende Schwankungen
der Tages- und Nachttemperaturen und auch jahreszeitliche Änderungen
gut überstehen. Außerhalb der Brunst sind sie ausgesprochen
unverträgliche Einzelgänger, die auch heute noch nur
zur Paarung zusammengebracht werden und anschließend vom
Züchter sofort wieder getrennt werden.
Lassen Sie
sich nicht davon täuschen, dass trotzdem bei uns viele
Goldhamster zusammen gehalten werden. Es sind ausschließlich
junge, noch nicht geschlechtsreife Tiere, die sich jetzt noch
vertragen. Kindern muss man erklären, dass der Goldhamster
tagsüber ungestört schlafen muss. Erst am späten
Nachmittag wird er munter. Wird er aus dem Schlaf geweckt, kann
er recht ungehalten reagieren und auch kräftig zubeißen.
Da er nachts recht aktiv und geräuschvoll sein kann, sollte
er nicht in einem Raum mit schlafenden Menschen untergebracht
sein.
Der Standort
für das Hamsterheim sollte nicht zu hell, aber unbedingt
zugluftfrei sein. Ein Platz neben dem Fernsehgerät, der
Stereoanlage oder dem Heizkörper ist völlig ungeeignet;
eine Zimmertemperatur zwischen 18-26ºC ist ausreichend.
Zur besseren Beobachtung und um dem Tier unnötigen Stress
zu ersparen, sollte die Hamsterbehausung nicht auf dem Boden
stehen. Besser ist eine erhöhte Platzierung auf einem Tisch,
Regal oder Schränkchen. Freilaufen in der Wohnung sollte
nur unter Ihrer Aufsicht stattfinden, damit Ihr Goldhamster
sich nicht unter Möbeln verkriecht oder gar an elektrischen
Leitungen knabbert. Vogelheime taugen wegen der flachen Unterschale
und der oft ungeeigneten Verdrahtung ebensowenig wie Aquarien
zur Hamsterhaltung. Aquarien neigen zu Hitzestau oder sich niederschlagender
Feuchtigkeit; die Tiere können durch fehlenden Luftaustausch
ernsthaft erkranken. Zur Grundausstattung des speziellen Hamsterheims,
das wir in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen
anbieten, gehört eine Futterschale aus Steingut oder auch
ein metallener Futterspender, sowie eine Nippeltränke (z.B.
mit Glasröhrchen), die einer Wasserschale unbedingt vorzuziehen
ist.
Ein Schlafhäuschen
aus unbehandeltem Holz, besser noch sogar ein zweites als Futterdepot,
sollte zur ungestörten Ruhe vorhanden sein. Unser vollverdauliches
Hamsterbett, aber auch kleine Mengen zookauf-Heu dienen zum
Polstern des Hauses. Geben Sie keine Filter- oder Verbandswatte,
die zu Verdauungsproblemen führen kann oder sich um die
Hamsterbeinchen wickelt und sie abschnürt. zookauf-Nagehölzer
und ein zookauf-Salzleckstein dienen zur Versorgung mit Mineralstoffen
und Natrium. Holzröhren und andere Verstecke aus Holz oder
Ton sollten nicht fehlen.
Zum Transport
nach dem Kauf oder auch zu späteren Gelegenheiten eignen
sich besonders gut transparente Plastik-Transportbehälter
mit ausreichend Luftschlitzen. Bei winterlichen Temperaturen
sollten Sie den Transportbehälter zusätzlich noch
mit einem Handtuch o.ä. isolieren, um das Tier vor Kälte
oder Zugluft zu schützen.  |
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