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Seit vielen
Jahren werden Prachtfinken in vielen Arten zu Tausenden in
der ganzen Welt gehalten und gezüchtet. Was die Haltung,
Zucht und besonders die Ernährung betrifft, wurden in
den letzten Jahren neue Erkenntnisse gewonnen, auch über
bisher nicht so häufig gehaltene Arten. Es ist wichtiger
denn je, die Prachtfinken artgerecht zu pflegen, denn viele
Arten sind in ihrer Heimat in ihrem Fortbestand schon gefährdet.
Es ist erfreulich, dass bereits heute die meisten Arten hier
gezüchtet werden können und der Bedarf der Vogelliebhaber
auch ohne Importe gedeckt werden kann. Alle aus Australien
stammenden Vögel kommen ausnahmslos schon seit Jahrzehnten
aus europäischen Zuchten.
Ob wir sie Astrilde, Amaranten, Amadinen, Elsterchen oder
Nonnen nennen oder ihnen die Bezeichnung Fink
gegeben haben, alle stammen aus den warmen Gebieten Afrikas,
Asiens und Australiens, wo sie meist in Steppen und Savannen,
aber auch Feldern, Wäldern und Sümpfen leben. Sie
ernähren sich meist von Sämereien und Insekten.
Trotz der Vielfalt der Prachtfinken ähneln sich doch
die Ansprüche, welche die verschiedenen Arten an unsere
Pflege stellen.
An sich
sind Prachtfinken gesellige Vögel, allerdings werden
brütende Paare oft gegen Angehörige der gleichen
oder verwandten Art unverträglich. Meist ist es einfacher,
Paare verschiedenerer Art gemeinsam in einer Voliere oder
einem großen Heim zu halten. Als Einzeltier sollte der
Prachtfink aber nie gehalten werden. Die Verträglichkeit
der verschiedenen Arten ist sehr unterschiedlich; darüber
sollten Sie sich vor dem Kauf informieren. Das geräumige
Heim sollte einen hellen, zugluftfreien Standort haben. Zur
Ausstattung benötigen Sie außer den Sitzstangen
auch noch mehrere Naturzweige unterschiedlicher Stärke,
die öfters gewechselt werden sollten. Als Ruhestätte
dient ein geflochtenes Nest oder ein Schlafkästchen aus
Holz. Polstermaterial dient zur Ausgestaltung des Nestes,
was die Vögel mit Ausdauer, wenn auch unterschiedlichem
Geschick selbst besorgen. Von Zeit zu Zeit sollten Sie das
Nest reinigen und neues Polstermaterial zur Verfügung
stellen. Halten Sie mehrere Paare in einem Heim, so sollten
pro Paar mindesten zwei Nestgelegenheiten vorhanden sein,
um Streitereien zu vermeiden. Während des Sommers können
die meisten Prachtfinken auch im Freien, wenn auch nur an
sehr geschützten Plätzen untergebracht werden. Vor
dauernder Sonneneinstrahlung müssen sie dann aber bewahrt
werden. Vor dem ersten Frost bringen Sie die Prachtfinken
wieder in einen frostfreien Raum.

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